Dieses Bild erklärt, wie Russland seinen Bürgern schadet

Angebot für Parmesan Käse auf einer russischen Straße

Das ist eine ganz normaler Gehweg in Russlands Hauptstadt Moskau.

Mal davon abgesehen, dass jemand mit einer Spraydose ein Angebot für Parmesamkäse auf die den Asphalt gesprüht hat.

Wegen der Eskalation des Konfliktes in der Ost-Ukraine (hier ist eine gute Übersicht in der Wikipedia darüber, was dort geschieht) hat die Europäische Union am 31. Juli 2014 erstmals Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt.

Sie traten am 1. August 2014 in Kraft. Es gab davor schon andere Sanktionen, die das Militär und wichtige Politiker in Russland zum Ziel hatten.

Als Reaktion versuchte Präsident Putin denjenigen zu schaden, die die Sanktionen gegen sein Land verhängt hatten.

Er verbot am 6. August 2014 den Import von Lebensmitteln aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Norwegen. Erst sollten diese Maßnahmen, die Russland “Gegensanktionen” nennt, ein Jahr dauern. Mittlerweile sind sie verlängert auf zwei Jahre.

In Russland entsteht deshalb ein lebhafter Schwarzmarkt.

Dort werden Waren gehandelt, die es nicht mehr offiziell zu kaufen gibt – so wie Parmesan-Käse. Das ist verboten. Andererseits ist Moskau eine der reichsten Städte der Welt und viele Bewohner wollen nicht auf den Luxus verzichten, zu dem Lebensmittel aus dem Ausland gehören.

Der Händler, der die Nummer auf den Gehweg sprühte, riskiert viel.

Wird er erwischt, kann er im Gefängnis landen. Außerdem wird seine Parmesan-Käse-Sammlung vernichtet. Es sei denn, er hat den Käse selbst produziert. Auch das gibt es in Russland immer öfter. Der Käse soll aber furchtbar schmecken.

 

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