Die Welle deines Lebens

Vor Tahitis Küste bricht eine Welle, die den Namen trägt: Teahupoo. Das bedeutet: Das Ende des Weges. Für Surfer trifft der Name in doppelter Hinsicht zu.

1. Wer hier surft, wird keine bessere Welle auf der Erde mehr finden.

 

2. Wer hier surft, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus.

Gerade macht die Weltmeisterschaftstour der Wellenreiter Station auf Tahiti, wo die besten Surfer wie Kelly Slater und John John Florence in der gefährlichsten Welle der Welt antreten. Die Wellen sind gerade nur zwei bis drei Meter hoch, in den nächsten Tagen wird aber eine massive Brandung erwartet.

Die Welle ist so besonders, weil sie auf ein messerscharfes Riff bricht, das weniger als einen Meter unter der Wasseroberfläche liegt. Deswegen formt sie sich zu einem perfekten Tunnel, durch den man reiten kann – oder wie Surfer es nennen: eine Tube. Das sieht von innen so aus:

 

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Warum Arturo Vidal der wichtigste Einkauf des FC Bayern ist – obwohl ihn der Klub gar nicht wollte

Arturo Vidal hat am Dienstag sein erstes Spiel für den FC Bayern München in der Allianz Arena absolviert. Er spielte gut, er wurde gefeiert, Bayern gewann 3:0 gegen den AC Mailand.

Tore: 1:0 Bernat (24.), 2:0 Götze (74.), 3:0 Lewandowski (85.)

Jetzt ruhen die Hoffnungen auf ihm, obwohl ihn der Klub eigentlich aus den Planungen verbannt hatte. Im Jahr 2011 sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: Einen wie Vidal möchte ich nicht bei Bayern haben

. Damals hatten die Bayern Vidal aus Leverkusen holen wollen. Vidal hatte angeblich gesagt: “Ich will nach München” Er hat dann aber kurzfristig abgesagt und lieber bei Juventus Turin unterschrieben. Darauf Rummenigge: “Er hat x-mal versprochen, nur zu Bayern zu wechseln. Wäre er ein Mann mit Moral, wäre er heute bei uns”

Jetzt sind sie froh, dass er da ist. Vidal ist einer der aggressivsten Spieler der Welt. Bayern-Trainer Pep Guardiola wollte ihn unbedingt haben, damit er im Mittelfeld ordentlich aufräumt.

Dafür nehmen die Bayern einen Kulturschock in Kauf. Neben den braven Thomas Müllers und Philipp Lahms wirkt Vidal wie ein Rockstar.

Komplett tätowiert.

Steht auf durchgeknallte Frisuren.

Und hat vor wenigen Wochen betrunken seinen 200 000 Euro teuren roten Ferrari Spyder 458 Italia zerlegt und sich danach tränenreich entschuldigt.

Danach gewann er mit Chile die Copa America.

Jetzt soll der Mann, der auf Pferdewetten steht und selbst 111 Rennpferde besitzt, den FC Bayern zum nächsten Champions League-Sieg führen.

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Dieses Bild erklärt, wie Russland seinen Bürgern schadet

Angebot für Parmesan Käse auf einer russischen Straße

Das ist eine ganz normaler Gehweg in Russlands Hauptstadt Moskau.

Mal davon abgesehen, dass jemand mit einer Spraydose ein Angebot für Parmesamkäse auf die den Asphalt gesprüht hat.

Wegen der Eskalation des Konfliktes in der Ost-Ukraine (hier ist eine gute Übersicht in der Wikipedia darüber, was dort geschieht) hat die Europäische Union am 31. Juli 2014 erstmals Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt.

Sie traten am 1. August 2014 in Kraft. Es gab davor schon andere Sanktionen, die das Militär und wichtige Politiker in Russland zum Ziel hatten.

Als Reaktion versuchte Präsident Putin denjenigen zu schaden, die die Sanktionen gegen sein Land verhängt hatten.

Er verbot am 6. August 2014 den Import von Lebensmitteln aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Norwegen. Erst sollten diese Maßnahmen, die Russland “Gegensanktionen” nennt, ein Jahr dauern. Mittlerweile sind sie verlängert auf zwei Jahre.

In Russland entsteht deshalb ein lebhafter Schwarzmarkt.

Dort werden Waren gehandelt, die es nicht mehr offiziell zu kaufen gibt – so wie Parmesan-Käse. Das ist verboten. Andererseits ist Moskau eine der reichsten Städte der Welt und viele Bewohner wollen nicht auf den Luxus verzichten, zu dem Lebensmittel aus dem Ausland gehören.

Der Händler, der die Nummer auf den Gehweg sprühte, riskiert viel.

Wird er erwischt, kann er im Gefängnis landen. Außerdem wird seine Parmesan-Käse-Sammlung vernichtet. Es sei denn, er hat den Käse selbst produziert. Auch das gibt es in Russland immer öfter. Der Käse soll aber furchtbar schmecken.

 

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Ermittlungen gegen Netzpolitik: Alles was Du wissen musst

Am 30. Juli haben die Journalisten Andre Meister und Markus Beckedahl erfahren, dass der Generalbundesanwalt  gegen sie ermittelt.

Er wirft ihnen vor, mit der Veröffentlichung von zwei Dokumenten Landesverrat begangen zu haben. Landesverrat ist eine Straftat. Wer dafür verurteilt wird, muss mindestens ein Jahr ins Gefängnis. So steht es im Gesetz.

Die Journalisten sollen sich mit der Veröffentlichung von zwei Texten auf ihrer Internetseite netzpolitik.org strafbar gemacht haben.

(erster Text, zweiter Text) Beide Texte enthalten Details über deutsche Geheimdienste. Der Generalbundesanwalt ermittelt auch gegen die Menschen, die den Journalisten die Informationen gegeben habe. Allerdings weiß niemand, wer es war – außer Beckedahl und Meister, und die sagen nicht, woher sie die Dokumente haben. Sie berufen sich auf den Quellenschutz, für den es ebenfalls ein eigenes Gesetz gibt.

Beckedahl und Meister ahnten, dass gegen sie ermittelt wird. Deshalb haben sie beim Generalbundesanwalt nachgefragt.

Dessen Antwort haben sie veröffentlicht. Viele Menschen waren empört, denn in einer Demokratie ermittelt man eigentlich nicht gegen Journalisten wegen ihrer Arbeit. Deshalb gab es große Proteste, unter anderem eine Demonstration in Berlin. Der Hashtag #landesverrat trendete auf Twitter. 

Der Generalbundesanwalt, der Harald Range heißt, ist bereits eingeknickt.

Harald Range lässt das Verfahren gegen die Journalisten ruhen”. Das bedeutet, er arbeitet im Moment nicht weiter gegen Beckedahl und Meister. Es heißt aber auch, dass er damit jederzeit wieder anfangen kann. Denn ein Verfahren ruhen zu lassen, heißt nicht, es einzustellen. Nur mit einer Einstellung wäre für die Journalisten jede Gefahr vorüber.

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist sauer und hat den Generalbundesanwalt auf Twitter öffentlich kritisiert.

Dieser Kritik hat sich sogar die Bundeskanzlerin angeschlossen. Das alles wiederum möchte sich Range nicht gefallen lassen. Er findet, die Kritik der Politiker an seinen Ermittlungen sei ein “unerträglicher Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz.”

Unklar ist die Rolle des Geheimdienstchefs Hans-Georg Maaßen.

Vermutlich hat irgendeiner seiner Mitarbeiter die geheimen Dokumente an Meister und Beckedahl gegeben. Deshalb hat Maaßen die Anzeige gestellt, die den Generalbundesanwalt erst ermitteln ließ. Maaßen sagt, er habe aber nicht um Ermittlungen gegen Journalisten gebeten, sondern er habe seine Anzeige gegen “Unbekannt” gestellt.

Die Frage ist jetzt also, wer beschlossen hat, Journalisten einzuschüchtern.

Entweder Maaßen sagt nicht die Wahrheit – und er hat es getan. Oder Harald Range, der Generalbundesanwalt hat sich dafür entschieden.

Viele Menschen fühlen sich jetzt an die Spiegel-Affäre erinnert.

1962 wurde gegen Journalisten des Nachrichtenmagazins wegen Landesverrat ermittelt, genau wie heute gegen Beckedahl und Meister. Nach einem lange, heftigen Streit gewannen die Journalisten. Zwei Staatssekretäre wurden entlassen und der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß flog aus der Regierung von Konrad Adenauer.

Ronda Rousey haut Bethe Correia um und ist cool dabei

Ganz Amerika redet über den Kampf zwischen Ronda Rousey (USA) und der Brasilianerin Bethe Correia. Erstere hat letztere umgehauen. Das dauerte nur 34 Sekunden.

GIF: Ronda Rouseys haut die Brasilianerin Bethe Correia um.

Das ganze ist ein Mixed Martial Arts-Kampf, super beliebt in den USA.

Dumm für Bethe Correia, dass sie vor dem Kampf noch einen auf große Fresse gemacht hat. “Don’t cry”, weine nicht!

Bethe Correia droht Ronda Rouseys vor dem Kampf

Und Ronda Rousey? Hat nach dem K.O. einfach nur “Don’t Cry” gesagt und ist gegangen.

Sie hat genug anderes zu tun: Prügelt sich verbal mit Boxweltmeister Floyd Mayweather und erobert Hollywood. Nächstes Projekt: ein Film über ihr Leben namens “My Fight/Your Fight”.

Ronda Rousey auf Twitter, Facebook

Bethe Correia auf Twitter, Facebook.

 

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